Harald Gesterkamp

Als Nachrichtenredakteur habe ich mich gelegentlich darüber geärgert, auch interessante Themen nach drei oder vier, spätestens aber nach sechs Sätzen beenden zu müssen. Ich habe mich deshalb schon zu meiner Zeit beim Deutschlandfunk auch für den langen Text entschieden, vor allem für die Literatur.

Mein erster Roman ist im Juni 2016 erschienen: Humboldtstraße Zwei, ein Familienroman, der zwischen 1934 und 2014 spielt und Nationalsozialismus, Krieg und Vertreibung, die Nachkriegszeit in der Bundesrepublik sowie die Begegnung mit dem Tod thematisiert.

Mein zweites Buch ist leichter und humorvoller. Veröffentlicht habe ich es im September 2019; es heißt Rückkehr nach Schapdetten und ist ein Band mit Stories. Eine erweiterte Neuauflage kam im August 2025 als Taschenbuch heraus. Im September 2021 schließlich erschien „Stroke Unit/Besuch in Breslau“, ein Buch mit zwei Erzählungen über existenzielle Ereignisse – zum einen ein Schlaganfall, zum anderen die Erstürmung des Breslauer Landgerichts durch die SA im März 1933.

Mein zweiter, 2022 verlegter Roman „Nebenbei Terrorist“ beschreibt einen Außenseiter, der sich in ein politisches Thema – den globalen Hunger – hineinsteigert und schließlich militant wird. Ein politischer Roman und zugleich ein Stück Spannungsliteratur.

Im September 2026 erscheint mit „Später. Vielleicht.“ mein dritter Roman. Diesamal beginnt die Handlung im Raum Bonn während der NS-Zeit.

Ich bin Mitglied im Verband deutscher Schriftstellerinnen und Schriftsteller (VS) und Sprecher der VS-Regionalgruppe Bonn/NRW Süd. In diesem Zusammenhang habe ich 2025 zusammen mit Monika Littau die Anthologie „Bonner Bogen – Literarisches von A (wie Beethoven) bis Z (wie Westerwelle)“ herausgegeben.

Aktuelles

Im September 2026 kommt mein neuer Roman Später. Vielleicht. auf den Markt. Hier der Klappentext: „Mehlem bei Bonn 1935: Der Druck der Nazis auf den jüdischen Teil der Bevölkerung nimmt zu. Auch wenn es bis zur systematischen Vernichtung noch weit hin ist, stürmen SA-Leute die Metzgerei von Josef Levy und töten ihn. Die Mehlemer Juden sind geschockt, doch längst nicht alle erkennen die Gefahr, die auf sie zukommt. Zur gleichen Zeit müssen die Zentrumspolitiker Arthur Weber und Joseph Roth erkennen, dass die Nazis nicht mehr gestoppt werden können.

Harald Gesterkamp skizziert in »Später. Vielleicht.« anhand historischer und erfundener Figuren die Eskalation der politischen Verfolgung, die nicht nur in Berlin und anderen Großstädten, sondern auch in Kleinstädten und Dörfern im Rheinland stattgefunden hat. Verwoben wird die Geschichte von Josef Levy und dem Nazi-Gegner Arthur Weber mit der Breslauer Familie Maschke und der in den USA lebenden Familie Stern.“

Nächste Termine

21. August 2026, 20 Uhr, Weltladen Bonn, Maxstraße 36, 53111 Bonn
Lesung aus „Nebenbei Terrorist“ im Rahmen der Altstadtlesereise

7. Oktober 2026, 20 Uhr: Buchladen 46, Kaiserstraße 46, 53113 Bonn
Premierenlesung aus „Später. Vielleicht.“

19. Oktober 2026, 20 Uhr: Kunstverein Bad Godesberg, Burgstraße 85, 53177 Bonn
Lesung aus „Später. Vielleicht.“

23. Oktober 2026, 19.00 Uhr, Bücherei der Christuskirche, Wurzerstraße 31, 53175 Bonn
Lesung aus dem „Bonner Bogen“ mit Harald Gesterkamp, Monika Littau, Katharina Prünte und Georg Schnitzler